Twitter Updates

    Mittwoch, 1. Februar 2012

    Wie Mobile BI aussehen sollte und wohin die Reise geht (Back to the Future!)


    Mobiles BI gibt es nun schon seit einiger Zeit. Mit dem Siegeszug der SMS auf dem Mobiltelefon Ende der 90er Jahre in Europa, wurden auch die ersten betrieblichen Kennzahlen vom BI System auf mobile Endgeräte verteilt. Als wenig später die ersten WAP-Handys erschienen, lag es nahe, erste interaktive BI Funktionalitäten anzubieten. Kurz darauf folgten bereits die PDAs mit elementaren HTML Browsern.
    Folgende Bilder zeigen BusinessObjects 1999 auf dem  Nokia 7110, auf einem Compaq PDA mit Windows Pocket IE, einem Palm PDA mit AvantGo und ein japanisches DoCoMo i-mode Handy 2001:



    Das Erscheinen all dieser neuen mobilen Geräte trugen dazu bei, dass sich eine neue Qualität der mobilen Analyse etablierte. Nachfolgend ist eine Folie zu sehen,  welche vor etwa 10 Jahren welche voraussagte, dass innerhalb von 6-12 Monaten circa 5-25% der Unternehmen mobilen Zugang zu den jeweiligen BI Lösungen geschaffen hat, bzw. über eine Implementierung nachdenken wird.



    Business Objects startete eine enorme Initiative um im mobilen Markt Fuß zu fassen. Es gelang Ihnen, namhafte Partner zu gewinnen, wie z.B.: JP Morgen (mit Palm Pilots) oder Zurich Insurance (ein mobiles Extranet für Risiko-Manager).



    Und der Markt entwickelte sich gut. Die Akzeptanz von PDAs stieg von Monat zu Monat und Mobiltelefone wurden besser und innovativer, jedoch wenig für mobiles BI genutzt. Die Benutzeroberflächen waren zu klobig und die Geschwindigkeiten der mobilen Verbindungen extrem langsam. So kühlte das Interesse an mobilen BI Lösungen merklich ab. Obwohl sich zu dieser Zeit auch RIMs BlackBerries etablierten und bald allgegenwärtig wurden, dauerte es noch bis zum Ausbau ordentlicher 3G Infrastrukturen und dem Erscheinen von Smartphones und Tablets, bis wirklich nutzbare Oberflächen für den mobilen Endbereich den Markt erreichten.

    Endlich, ein Jahrzehnt nach den ersten vorläufigen, vorsichtigen Schritten, scheint man einhellig der Meinung zu sein, dass wir nun das Jahr schreiben, in dem mobile BI Lösungen die Welt erobern werden. Timo Elliot ruft gar aus: 2012 ist das Jahr der mobilen BI

    Boris Evelson von Forrester sagt,  mobile BI wird dieses Jahr zum Mainstrem. „Es gibt Menschen, die Entscheidungen treffen können müssen, ganz egal wo und wann sie gemacht werden. Nicht wenn sie zurück im Büro sind. Dann kann es bereits zu spät sein.“ Außerdem hebt er hervor, „…dass es zwingend notwendig werden wird, mobile Plattformen und Anwendungen zu evaluieren und zu entwerfen, um sicher zu stellen, dass Geschäftsprozesse und relevante Informationen allen Entscheidungsträgern zur Verfügung stehen, egal wo sie sich gerade befinden.“
    Laut Gartner,  werden “… 2013, etwa 33% der BI Funktionalitäten via mobilen Endgeräten konsumiert.”
    Howard Dresner stellte mit einer Umfrage heraus, dass BI bereits die drittgrößte mobile Business Anweendung neben Unternehmensemails und PIM (Kalender, Adressbucht, etc.) ist. Ebenso stellte sich heraus, dass 68% der Befragten mobiles BI als unternehmenskritisch oder als sehr wichtig einstuften, im Gegensatz zu 52% ein Jahr zuvor.
    Eine kürzliche Umfrage der Information Week zeigt auf, dass 25% der Unternehmen dieses Jahr irgendeine Form von BI implementieren möchten. 61 % der Beteiligten einer TDWI Umfrage sagten, dass sie von den Benutzern erwarten, dass diese in den nächsten 12 Monaten mehr Zeit investieren werden, um BI mit mobilen Endgeräten zu nutzen. So scheint es, dass Business Intelligence und mobile Endgeräte die beiden  technologischen Hauptprioritäten  für CIOs im Jahre 2012 ein werden.

    Barrieren für den Einsatz von Mobile BI
    Nicht jedes Unternehmen treibt den Einsatz von mobiler BI voran. Hier sind die Hauptsorgen bezüglich einer Implementierung:
    ·         Sicherheit und Administration: Unternehmen befürchten das Bereitstellen von Daten auß0erhalb der Unternehmensinfrastruktur und den zusätzlichen administrativen  Kosten, die durch die Verwaltung der mobilen Endgeräte entsteht. Ganz klar ist der Schlüssel hier eine Mobile Device Management Plattform wie beispielsweise Sybase Afaria.
    ·         Erwartungshaltung: Eine einfache Oberfläche bedeutet nicht automatisch, dass die Daten, die von den Endbenutzern gewünscht sind leicht verfügbar sind. Neue Möglichkeiten bedeuten zumeist auch neue Anforderungen. Mit der richtigen Datengrundlage und einem robusten BI Plattform im Hintergrund wird es jedoch einfacher, schnell auf neue Anforderungen und Erwartungen der Endbenutzer zu reagieren.
    ·         Auswahl der Plattform: Dies ist wahrscheinlich der größte Faktor, der zur Verzögerung einer großflächigen Implementierung beiträgt. Wie bei den Kriegen um das Betriebssystem des letzten Jahrzehnts (erinnert sich noch jemand ans IBM OS/2?), gibt es keine offensichtliche Plattform um mobile Applikationen zu standardisieren und auszurollen. Es gibt drei Strategien, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:
        • Native Applikationen—mobile Applicationen, welche direkt für iOs oder Android geschrieben werden. Der Vorteil liegt ganz klar in der optimalen Nutzung und dem Zugriff auf native Gerätefunktionen. Nachteile sind die Kosten und die Komplexität, multiple Plattformen und Bneutzeroberflächen zu unterstützen.
        • HTML—Mobiles BI durch den Webbrowser nutzen. Der Vorteil ist, dass man sich keine Gedanken um die Geräte machen muss, welche auf die Daten zugreifen – zumindest in der Theorie. In der Realität gibt es den Nachteil, dass browser-basierte Oberflächen ein ganzes Stück weit hinter den Möglichkeiten liegen, die native Oberflächen bieten. Deswegen liegen alle Hoffnungen auf dem angekündigten HTML5 Standard, allerdings gibt es bisher wenige Angebote und auch die Browser hinken in der Interpretation noch hinterher.
        • Hybrid Lösungen —mobile Enterprise Plattformen wie die Sybase Unwired Platform. Man erstellt eine Applikation einmalig und lässt sich verschiedene Lösungen generieren, die für die entsprechenden Endgeräte optimiert sind (incl. HTML).Ein Beispiel heutiger mobiler BI Lösungen -  SAP BusinessObjects Mobile zeigt das integrierte Google Maps entwickelt vom Innovation Center.


    Selbstverständlich sehen und wünschen die meisten Unternehmen all diese Optionen als Teil der Standard Business Intelligence Plattform und das wird früher oder später auch so sein.

    Nächste Schritte
    Gartner sagt voraus, dass „…2013 in etwa 15% der BI Entwicklungen soziale Softwarekomponenten, Collaboration Tools und BI zu entscheidungsfindenden Environments kombinieren wird.“ Mit anderen Worten, mobiles BI wird Teil einer gut designten Nutzererfahrung, die den Zugriff auf Daten und das Arbeiten mit diesen kombinieren wird. Und die ersten Erfolge und Entwicklungen können bereits gesehen werden, z.B. in Form der mobilen medizinischen Analyse für Ärzte (Charié)  oder der mobilen Schönheitsberatung.
    Interessanterweise gibt es einen „brandneuen“ Bereicht, der neue Möglichkeiten erschließt – die Integration von mobilen, sprachgesteuerten Interfaces wie Apple’s Siri. Business Objects war doch seiner Zeit weit voraus, mit dem Projekt “Ariel” im Jahre 2001. Erinnern Sie sich?



    1 Kommentar:

    1. Fantaѕtic sіte. Plentу of
      usеful infо hеre. I'm sending it to a few pals ans also sharing in delicious. And certainly, thanks for your effort!

      my web-site; Same Day Payday Loans

      AntwortenLöschen